Das Berliner Ausbildungsmodell (BAM)

Im Rahmen eines Schulversuchs wird an sechs beruflichen Schulen der Bildungsgang Berliner Ausbildungsmodell (BAM) angeboten. Das BAM richtet sich an ausbildungsreife und ausbildungsentschiedene Jugendliche, die trotz mehrfacher Bewerbungsversuche im gewünschten Beruf keinen dualen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ziel ist es, den Jugendlichen einen Übergang in duale Ausbildung während bzw. bis zum Ende des Schuljahres zu ermöglichen.

Ausbildungsgarantie im Berliner Ausbildungsmodell
Das BAM ist ein einjähriges Angebot der Schulform Berufsfachschule an einem OSZ. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in ihrem Status Schülerin bzw. Schüler. Nach einer schulischen Einführungsphase von bis zu acht Wochen sind die Jugendlichen wöchentlich zwei Tage in der zuständigen berufsbildenden Schule und drei Tage in einem Betrieb. Für die betriebspraktischen Phasen sind nur Ausbildungsbetriebe zugelassen. Die theoretischen und betriebspraktischen Inhalte des BAM entsprechen dem ersten Jahr des dualen Ausbildungsberufes. Für die Beratung und intensive Unterstützung sowohl der Jugendlichen als auch der Betriebe stehen die Lehrkräfte sowie eine Bildungsbegleitung zur Verfügung. Die Probezeit beträgt  ein halbes Jahr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben einen Anspruch auf 30 Urlaubstage. Eine Ausbildungsvergütung wird nicht gezahlt. Die Ausbildungszeiten im BAM können auf die duale Ausbildung angerechnet werden. In der Regel wird der Betrieb, der die Ausbildung der Jugendlichen während des BAM ermöglicht hat, diese in die duale Ausbildung durch den Abschluss eines Ausbildungsvertrages übernehmen. Wird eine Jugendliche bzw. ein Jugendlicher von seinem Ausbildungsbetrieb nicht in duale Ausbildung übernommen, kann bei erfolgreichem Abschluss des Bildungsganges die Ausbildung zum 2. Ausbildungsjahr im Berliner Ausbildungsplatzprogramm (BAPP) fortgesetzt werden. (www.berlin.de/sen/arbeit/berlinarbeit-ziel-3/ausbildung/bapp/)

Zulassungsvoraussetzungen für das BAM sind


- Ausbildungsreife und Ausbildungsentschiedenheit für den Beruf
- Nachweis über erfolglose Bewerbungen für die duale Ausbildung in dem Beruf
- Teilnahmevorschlag von der Jugendberufsagentur Berlin
- Eignung für den Beruf (Kompetenzfeststellung durch die Schulen)
- Schulabschluss: i.d.R. höchstens MSA
- keine abgeschlossene Erstausbildung
- Alter: höchstens 25 Jahre
- Hauptwohnsitz: Berlin